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16.10.2018 | 01:00 Uhr

NOZ: Caritas-Präsident zur Digitalisierung: Wir brauchen eine Bildungsoffensive

Osnabrück (ots) - Caritas-Präsident zur Digitalisierung: Wir
brauchen eine Bildungsoffensive

Neher fordert Extra-Angebote für niedrig Qualifizierte - "Soziale
Teilhabe setzt digitale Teilhabe voraus"

Osnabrück. Anlässlich des Starts der
Caritas-Delegiertenversammlung an diesem Dienstag in Osnabrück
fordert Caritas-Präsident Peter Neher neue Angebote, um auch niedrig
Qualifizierte fit zu machen für die digitale Welt.
"Langzeitarbeitslose, niedrigqualifizierte und ältere Menschen
brauchen Extra-Angebote, um nicht abgehängt zu werden", sagte Prälat
Neher in einem Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Rund
170 Mitglieder der Caritas-Delegiertenversammlung, das höchste
Beschlussorgan des Wohlfahrtsverbandes, beschäftigen sich auf ihrem
zweitägigen Treffen unter anderem mit dem Schwerpunktthema
Digitalisierung. "Soziale Teilhabe setzt digitale Teilhabe voraus",
betonte der Caritas-Präsident. Daher sei es "wichtig", junge Menschen
auf die digitale Arbeitswelt vorzubereiten, zugleich gelte es, auch
die "Menschen mittleren Alters" zu erreichen. "Dazu brauchen wir eine
groß angelegte Bildungsoffensive von Bund und Ländern mit
Bildungskonzepten für lebenslanges Lernen und innovativen
Weiterbildungsmodellen", forderte Neher.

Auch die Caritas stelle die Digitalisierung vor neue Fragen: "Es
geht darum, den digitalen Raum verantwortungsvoll und sozial zu
entwickeln", erklärte Neher. Konkrete Pläne dazu gebe es bereits,
etwa wolle der Verband seine Online-Beratung neu organisieren. "Dabei
verknüpfen wir das Fachwissen unserer Beraterinnen und Berater mit
unseren digitalen Angeboten, und wir qualifizieren unsere Fachkräfte
für die digitalen Veränderungen. Auch die Hilfesuchenden unterstützen
wir, mit den neuen digitalen Tools umzugehen", sagte Neher.

Die Delegiertenversammlung des Deutschen Caritasverbandes tagt
noch bis Donnerstag in Osnabrück. Neben dem Schwerpunkt
Digitalisierung stehen Themen wie Armutsbekämpfung und
Populismus-Strömungen in Europa auf der Agenda.



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